Flüge

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Direktflüge

Von der Deutschland aus bietet Condor Direktflüge nach Kuba an.  Flugdauer ca. 11 Stunden. Die Preise liegen zur Zeit meist über 1200 Euro, abgesehen von Schnäppchen der Nebensaison. Bei Condor  kann man frühestens 9 Monate  vor Abflug buchen, die preisgünstigen Sitze sind dann oft recht schnell ausverkauft.

Die Flüge können direkt auf der Homepage von Condor gebucht werden.

Vorsicht bei Übergepäck! Condor beschränkt das Gewicht recht streng auf 20kg. Das reicht in der Regel nicht, um kubanischen Freunden noch kleine Geschenke mitzubringen. Besonders teuer sind die Nachgebühren, wenn man erst am Tag des Abfluges an der Waage des Check-in das Übergewicht angibt. Bis zu 72 Stunden vor Abflug kann man Übergepäck mit 50 % Nachlaß anmelden.

 

Flüge mit Zwischenstopp

Preisgünstige Angebote mit Zwischenstopp gibt es von KLM, Air Canada, Air France, Aeroflot und spanischen Fluglinien. Die Flugzeit kann sich dann jedoch recht schnell auf 18 bis 28 Stunden verlängern.

Pauschalreisen können nach dem Flug noch lange Busreisen zum Ziel enthalten.

Visa

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Was wird zur Einreise benötigt? Kein Visa – aber eine Touristenkarte vor Abflug.

In manchen Reiseführern wird noch von aufwändigen Anträgen für ein Visa bei der kubanischen Botschaft berichtet. Doch es genügt eine sogenannte Touristenkarte, die nicht nur von der kubanischen Botschaft, sondern häufig auch vom Reiseveranstalter ausgegeben wird. Auf dem  Frankfurter Flughafen kann man sie direkt bei der Information der Fluglinie CONDOR kaufen.  Sie kostet 35 Euro für Touristen, die nicht mit Condor fliegen und 25 Euro für Condor-Fluggäste (häufig schon im Ticketpreis enthalten).

Sie lässt sich auch online bestellen, zum Beispiel bei Cubavisa.net

Die Touristenkarte hat eine besondere Geschichte. Wegen des Embargos hinterläßt Kuba mit Absicht keine Spuren im Reisepass. Es wird also kein Visum in den Reisepass gestempelt oder geklebt.  Die Touristenkarte wird einfach in den Pass gelegt und bei der Ausreise wieder herausgenommen. Die Verfolgungen der USA im Rahmen des Embargos konnten drastisch sein.  Ein Schiff, das Kuba anlief, durfte nicht mehr an einen Hafen der USA anlegen etc.

Große Teile des Wirtschaftsembargos sind noch in Kraft und die Medienberichte über eine Öffnung unter Obama waren weit übertrieben.

Jeder Tourist sollte eine Versicherungsbestätigung der eigenen Krankenversicherung in spanischer Sprache vorweisen können. In der Praxis wird meist nicht danach gefragt, doch solange die Bestimmung gilt, sollte man besser entsprechend vorbereitet sein.

Behörden

Freunde, die tiefer in die bürokratischen Mühlen geraten sind, berichten, daß man den Beamten Rum als Geschenke bringen soll,  den Beamtinnen Kuchen.  Das kann ein hilfreicher Tipp sein, wenn man in längere Warteschleifen gerät (man Behördegänge wiederholen soll, weil zum Beispiel ein Stempel nicht sauber auf dem Dokument steht etc.)

Bei einfachen Visaverlängerungen ist das meist  nicht nötig. Man hat jedoch längere Wege in der Stadt nötig, um die offiziellen Behördenmarken bei der Bank zu kaufen, die bei der Visaverlängerung notwendig sind.

Immigrationsbehörde für Havanna Zentrum: Straße Nr. 17 Hausnummer 203 zwischen den Straßen J und  K im Stadtviertel Vedado, Plaza.

Flughafen – Ankunft

street scene with a view on capitol, Havana, Cuba

Bei der ersten Ankunft braucht man viel Geduld!  Seit es wieder eine Flugverbindung mit Miami gibt, ist der Flughafen in  Havanna chronisch überlastet.  Mit Sicherheit dauert es sehr lange, bis der Koffer vom Rollband genommen werden kann.

Danach muß man noch an der Wechselbude Schlange stehen, denn am ersten Tag findet man meist keine weitere Wechselmöglichkeit in der Stadt. Die wenigen Banken in Kuba schließen um 15 Uhr und haben meist sehr lange Wartezeiten, die nur am frühen morgen etwas kürzer sind.

Das Taxi vom Flughafen  Havanna in die Innenstadt kostet in der Regel 25 CUC und dauert eine gute halbe Stunde. Es gibt einen öffentlichen Bus, doch dessen Ruf ist nicht besonders gut. Am ersten Tag sollte man schnell und sicher ankommen, das Taxi ist  hier  die beste Lösung.

Tipp: Holen Sie sich am Flughafen gleich einen großen Stadtplan Havannas für 3 CUC. Mit dabei sind alle Stadtteile, eine Vergrößerung des Zentrums und eine Karte der gesamten Insel. Den Stadtplan bekommen Sie auch in den großen Hotels im Zentrum der Stadt.

Zimmer

Wer zum ersten Mal nach Kuba kommt und kein Spanisch spricht, ist an den ersten Tagen in einem günstigen Hotel gut aufgehoben, da hier  Englisch gesprochen wird, was das Einleben erleichtert. Wesentlich kubanischer und persönlicher lebt es sich in einer casa particular, einer privaten Unterkunft, bei einer normalen kubanischen Familie – hier sind etwas Spanisch-Kenntnisse von großem Vorteil. Es ist in vielen Fällen am besten, ein Zimmer vor Ort zu suchen und sich beim ersten Mal von Deutschland aus nur eine Übernachtung für die ersten Nächte zu buchen.

Private Unterkünfte – Casa Particular

Hotels der einfachen bis mittlerein Preisklasse (siehe unten)

Spitzenhotels

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Casa Particular

Die privaten Gästehäuser, casa particular, bieten eine große Auswahl in Preis und Qualität und können von Deutschland aus online gebucht werden. Gästehäuse für Touristen erkennt man in den Straßen Kubas an diesem Zeichen:

Bis vor wenigen Jahren mussten die Anbieter extrem hohe Steuern zahlen, doch das System wurde  wesentlich vereinfacht, das Angebot explodierte und heute findet sich (außer an Spitzenzeiten wie Weihnachten und Neujahr) immer recht schnell ein freies Zimmer.

Immer öfters können auch  komplette Apartements  gemietet werden.  Mit Küche, Balkon oder Dachterasse.

Die weiß-blauen Schilder der casa Particular findet man auf Schritt und Tritt. Es kann allerdings immer etwas dauern, die Vermieter aufzutreiben. In der Regel helfen die Leute auf der Straße und wissen meist, wo man in der Nachbarschaft am besten anklopft und schnell zu einem guten Angebot kommt.

Es gibt inzwischen einige Webseiten zur Online-Buchung, doch provisionsfrei sind unsere selbst recherchierten Zimmer, die man frei kontaktieren kann. Alle Adressen hier:

Viva Cuba – freie Adressen  für Casa Particulares

Havanna Centro

Havanna Vieja

Vedado

 

Eine der wenigen anderen  provisionsfreien  Webseiten gibt es hier:

Casa Particular

Webseiten zur Zimmersuche mit Provision (es werden keine  Telefonnummern angezeigt, Kontaktdaten erst bei Buchung)

Kubahostal.de

holacuba.de

art Nouveau house in havanna

 

Es inzwischen einfach, über das Internet ein Zimmer zu suchen und zu buchen. Meistens ist es jedoch etwas teurer, denn der Betreiber hat in Kuba erhebliche Mehrkosten und organisatorische Schwierigkeiten, will er zuverlässig über das Internet erreichbar und buchbar sein und die Onlinedienste nehmen eine Provision.

Hier meine Erfahrungen mit der Online-Buchung, typisch kubanisch: Ob der Betreiber die Reservierung wirklich bekam und  das Zimmer ursprünglich  frei war, habe ich nie herausbekommen. Ich bekam eine Buchungsbestätigung und reiste guten Glaubens zur besagten Adresse am Buchungsdatum an. Bei meiner Ankunft war das Zimmer  besetzt,  irgendjemand nahm mich in Empfang und führte mich einfach mit einer kleinen Stadtwanderung zu einer anderen casa particular in einer ähnlichen Preisklasse. Es war ein kleines, fensterloses Zimmer in einer sauberen Wohnung. Für die erste Nacht in Ordnung, am nächsten Tag suchte ich aber schnell eine bessere Unterkunft. Die einfachen Hotels ab 25 Euro stellten mich bei der ersten Reise ebenfalls zufrieden, ich konnte damals noch kein Spanisch und war dankbar, das die Hotelangestellten Englisch sprachen. Spanisch lernt man dann in Kuba sehr schnell – denn auf der Straße kommt man sonst nicht weit.

Vermieter einer casa  erreicht man am schnellsten und zuverlässigsten direkt telefonisch von Deutschland aus, da die einfachen Bürger zuhause keinen Zugang zum Internet haben, daher bietet Viva Cuba.net Adressen mit Telefonnummern und freien Kontaktdaten:

Viva Cuba – freie Adressen  für Casa Particulares

Spanischkenntnisse sind dann bei telefonischer Anfrage meist erforderlich.

Preise

Die Preise liegen meist zwischen 25 und 35 Euro je nach Saison. Familien mit Kindern finden zwischen 35 und 50 Euro schöne Wohnungen. Auf Wunsch am besten gezielt nachfragen, wenn man eine Wohnung mit Balkon oder Terasse sucht. Es lohnt sich, nach Zimmern zu fragen, die ausreichend Licht haben (leider gibt es in Kuba auch eine Tradition fensterloser Zimmer, die recht unerträglich sein können). Im Zentrum oder Touristen-Hot-spots können die Preise teils deutlich höher sein.

Vorsicht: Gas, Wasser, Strom funktioniert manchmal, manchmal aber auch nicht. Typische Schwachstellen sind die Boiler für die Duschen und die Toilettenspülung.

Es lohnt sich, die Ausrüstung der Küche genau anzuschauen, wenn man ein ganzes Apartement mietet.  Es hilft sehr, wenn ein Wasserfilter dabei ist, Kaffeekocher  und ausreichend Küchengeschirr und Geräte. Häufig fehlen Streichhölzer für den Gasherd und manchmal dauert es Tage, in den Geschäften ein Feuerzeug oder Streichhölzer aufzutreiben (Kubaner beziehen ihre Streichhölzer über ihre staatlichen Bezugsscheine, die librettas, daher findet man den Artikel oft nicht in gewöhnlichen Geschäften). Auf dem Land können selbst Toilettenpapier und Waschmittel Mangelware sein.

Fahrradabstellplatz: ein seltener Luxus. Wer ein Fahrrad gemietet oder gekauft hat, muß es oft über das ganze Treppenhaus mit in die Wohnung schleppen. Auf der Straße ist es auch mit dem stärksten Schloß keine Nacht sicher.

Kleider waschen

Es gibt  keine Wäschereien  oder Waschsalons. Besitzen die Vermieter der Casa eine Waschmaschine, lässt sich meist eine Lösung aushandeln und für ein Trinkgeld oder ein Paket  Waschmittel kann man eine Maschine füllen. Viele Kubareisende waschen auch von Hand selbst, denn manchmal findet man nur private, teure Angebote.

Die großen Hotels

Die großen, traditionsreichen Hotels im Zentrum von Havanna haben ihren eigenen Charme. Sie liegen alle am Parque Central ein paar Schritte nördlich vom Capitol Richtung Prado.

Die wichtigsten Adressen dazu hier

Tanz auf der Terasse gibt es im Hotel Inglaterra neben dem großen Theater (Gran Teatro, das Januar 2016 nach langer Restaurantionszeit wiedereröffnet wurde): Hotel Inglaterra ist ein architektonisches Juwel mit einer legendären Bäckerei und einer schönen Dachterasse mit guter Live-Musik.

Das Hotel Sevilla am Prado gehörte einst der Mafia. Der große Saal im obersten Stock eignet sich wundervoll für klassische Konzerte. Im Foyer gibt es ebenfalls häufig Live-Musik.

Im Parque Central steigen (wieder) die reichen Amerikaner ab. Ein Blick ins Foyer und die saturierte Gesellschaft lohnt sich allemal.

Das Plaza Hotel nebenan gehörte zu den besten Häusern in Havanna, doch wirkt es etwas abgetreten. Das Hotel Telegrafo gehört noch zu den Spitzenhotels.

In  neueren Viertel Vedado gibt es zwei  legendäre Hotels, die ein Wahrzeichen der Stadt sind:  Hotel Habana libre, ehemals Hotel Hilton, in dessen obersten Stockwerk Fidel Castro und Che Guevara eine legendäre Pressekonferenz abhielten und das Hotel Nacional auf einem Felsen am Malecon: General Battista ließ es einst beschießen, als sich dort aufständische Offiziere verschanzten und die amerikanische Mafia hielt dort einmal mit über Hundert Mafiagrößen eine der  größten Treffen ihrer Geschichte ab.

 

Hotels der Mittelklasse und günstige Hotels

Hotel Lido

Hotel Lido in Havanna Centro bietet Zimmer ab 25 Euro, ausreichend für die ersten beiden Nächte.

Hotel Lincoln

Live Musik auf der Dachterasse ist eine der Attraktionen des Hotels.

 

Hotel Terral

 

San Lazaro Querstraße Galiano

nahe dem Melaceon in Havnna Centro

 

 

 

Kunst

Zeitgenösissche Kunst aus Kuba hat einen guten Ruf.  Die Kunstbiennale Havanna ist alle zwei Jahre eine großes Highlight – mit Kunst in der ganzen Stadt.

Factoria Havanna

In der Alstadt, Straße O’Reilly,  findet sich eine der bekanntesten zeitgenössischen Kunsthallen, die avantgardistischer Konzeptkunst, installative Arbeiten,  Multimediales  stärker fördert (gegenüber befindet sich das französische Kulturhaus, Casa Victor Hugo)

 

 El Ojo de Ciclon

Kunst & Kuriositäten mit Kultstatus in der Straße O’Reilly 501

Centro de Arte Contemporáneo Wifredo Lam

Ebenfalls in der Altstadt, engagiert sich dieses staatliche Kunstzentrum für Kunst aus Entwicklungsländern – Lateinamerika, Karibik, Afrika, Asien.

Straße San Ignacio in Havanna Vieja

 

Centro de Desarrollo de las Artes Visuales

Das Kunstzentrum ist Entwicklungslabor für junge Kunst in Kuba – gefördert werden dabei auch Kubas verschiedene Regionen.

Hier links am Plaza Vieja liegt das Kulturzentrum

 

Museo Nacional de Bellas Artes

Es gibt zwei Nationamuseen der Künste, eine für kubanische Kunst und ein universelles Kunstmuseum.

Ganz in der Nähe des Revolutionsmuseums  findet sich das Nationalmuseum für kubanische Kunst – selbst regimekritische, zeitgenössische Kunst ist hier bisweilen zu finden und macht deutlich, wie spannend und gut das Museum kuratiert ist. Man gewinnt einen guten Überblick über die Kunstbewegungen und starken Persönlichkeiten der kubanischen Kunst der vergangenen Jahrzehnte (Anschrift Trocadero zwischen Zulueta und  Monserrate).

Auf dem Weg in die Altstadt liegt das Nationalmuseum der Künste  mit vielen europäischen Meistern der klassischen Kunstgeschichte (San Rafael entre Zulueta y Monserrate, La Habana, Cuba) und einer wechselnden Ausstellung internationaler, zeitgenössischer Kunst.

 

La Fabricca  (www.fac.cu)

Die Fabricca ist Kult bei den  Studenten, Intellektuellen  und Künstlern.

Kulturhaus, Galerie und Diskothek in einem  – jedes Wochenende pilgert die Jugend Havannas in die Diskothek mit DJ und Livemusik, viele sparen für den tueren Eintritt (5 CUC bis 10 CUC) .  Stadtteil  Vedado.

 

Oldtimer

Ja, es gibt sie noch – seit mehr als einem halben Jahrhundert rollen die alten amerikanischen Schlitten durch Havanna. Immer noch bilden sie etwa die Hälfte des Straßenverkehrs in Kuba, cars of the 50s, manche aus 40ern oder selbst den 20er Jahren. Viele Wagen sehen aus wie neu – dank der Pflege ihrer Besitzer.

Die alten Wagen sind intensiv im Einsatz, vor allem als Sammeltaxi der einfachen Kubaner, „taxi collectivo“ genannt. Es kostet in der Regel 20 Peso national pro Fahrt, etwa 90 cent.  Diese Wagen sind alte Arbeitspferde, denen man die Jahrzehnte im Einsatz ansieht – es sind keine pink-weiß lackierten Touristenschlitten, wie sie vor den großen Hotels auf Kundenfang gehen. Dunkle Oldsmobile, Pontiac, Plymouth,  DeSoto, Chevrolet und Ford. Die häufigsten Farben: Eisenoxidrot, Schwarz, Blau und gedeckte Grüntöne. Eng gedrängt sitzt man im Inneren, die Verkleidung ist längst abgenagt.

Es gibt feste Linien, auf denen diese Taxis fahren. An der Calle Neptuno stellt man sich an die Straße und winkt einfach den nächsten Wagen heran.

Solange Neuwagen im sozialistischen Kuba unerschwinglich teuer sind, bleiben die alten Fahrzeuge wertvolle Schätze. Ständig sieht man ihre Besitzer unter der offenen Motorhaube bei der Reparatur. Viele Wagen haben längst neue Austauschmotoren, doch auch die alten Motoren entdeckt man noch. Sie fressen jede Menge Sprit, doch solange sich das Taxigeschäft rechnet, bleiben sie im Dienst. Ein Neuwagen kostet schnell einmal 100000 Dollar – oder noch mehr. Der durchschnittliche Monatsverdienst liegt bei etwa 600 bis 1200 Peso national , etwa 25 bis 50 Euro / Dollar. Hohe Importsteuern auf Neuwagen verhindern jede Veränderung.  Viele setzen Hoffnungen auf die  Sonderwirtschaftszonen wie  Mariel auf Kuba und Investitionen aus China. Die Billigmarke Geely soll in Zukunft einmal in  Kuba produziert werden. Zunächst wird der Ausbau des Containerhafens vorangetrieben und eher bescheidene Investitionen in wenige, neue Betriebe vorgenommen – wie zum Beispiel eine neue Zigarrenfabrik, berichtet der Blog Cuba Heute.

Wer selbst nach Kuba fährt und die besten Spots sucht, um die alten Wagen zu entdecken, sollte zu den Hauptlinien der Sammeltaxis gehen: an der Calle Neptuno, Calle San Lazaro, Parque el Curida (a major official car-pooling point).

Auch nach Jahren bin ich immer noch überrascht, wie genial, innovativ, abwechslungsreich  und ästhetisch das alte amerikanische Auto-Design war.

Oben: ein Champion Studebeker, der erste Studebaker nach dem Krieg, gebaut  1946 bis  1952.

Man entdeckt immer wieder seltene Marken wie Studebeker, Packard, Edsel doch die meisten Marken gehören zu den drei großen Autoherstellern  General Motors, Ford und Chrysler.

General Motors umfasst die Marken Chevrolet, Cadillac, Pontiac, Oldsmobile, Buick, Opel

Oldsmobile, jp

Pontiac hatte einen bernsteinfarbenen Indianerkopf im art deco Stil als Kühlerfigur.

 

Zweimal Buick: oben Buick Electra von 1960, unten ein Modell aus den 50ern

 

Chrysler gehörten die Marken Plymouth, Dodge, DeSoto

Plymouth oldtimer, jp

De Soto

 

Die ältesten Autos auf Havannas Straßen sind Ford-Modelle.

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Ford Taxi in Havanna, jp

…und Oldtimer-Motorräder gibt es auch

 

Das ganze Buch gibt es auf Anfrage: joopeter (at) gmx.de

Santa Clara

Santa Clara ist eine typische Provinzstadt mit einem sehr begrenzten, kleinbürgerlichen Charme. Als Studentenstadt kann sie ein gewisses Kultur- und Nachtleben bieten, die Erwartungen sollten aber nicht zu hoch sein. Wer es in der Stadt zwei bis drei Tage aushält, reist wieder ab, ohne das Gefühl, hier  mehr verpasst zu haben.

Santa Clara ist die Stadt des größten Triumphes von Che Guevera, der Schlüsselmoment der Revolution, als die kleinen revolutionären Truppen einen Militärzug mit Waffen des Diktators Battista stürmen konnten und  der Diktator danach in Panik in die USA floh.

Devyn Caldwell, CC BY SA 2.0

Cienfuegos

die Bewohner genießen das Leben: eine großzügige Flaniermeile bestimmt die kleine Provinzstadt und macht Lust zum abendlichen Ausgehen. Das historische Theater ist auf seine Art und Weise genial: wie ein Kartenhaus aus Fensterläden lässt es sich in der tropischen Hitze auf Durchzug einstellen und man kann sich ein Gastspiel von Caruso in solchen stolzen Provinzbühnen gut vorstellen.

Foto Anton Zelenov CC BY-SA 3.0

Trinidad

Eine Kleinstadt wie ein Museum: das koloniale Kuba ist hier für die Touristen herausgeputzt. Mit den  Touristenbussen fluten täglich die Besucher das Idyll, das etwas an eine Filmkulisse erinnert. Es kann sich lohnen, ein bis zwei Tage das nahe Cienfuegos  zu besuchen und nur einmal am frühen Morgen hier vorbeizuschauen.

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