Santa Clara

Santa Clara ist eine typische Provinzstadt mit einem sehr begrenzten, kleinbürgerlichen Charme. Als Studentenstadt kann sie ein gewisses Kultur- und Nachtleben bieten, die Erwartungen sollten aber nicht zu hoch sein. Wer es in der Stadt zwei bis drei Tage aushält, reist wieder ab, ohne das Gefühl, hier  mehr verpasst zu haben.

Santa Clara ist die Stadt des größten Triumphes von Che Guevera, der Schlüsselmoment der Revolution, als die kleinen revolutionären Truppen einen Militärzug mit Waffen des Diktators Battista stürmen konnten und  der Diktator danach in Panik in die USA floh.

Devyn Caldwell, CC BY SA 2.0

Cienfuegos

die Bewohner genießen das Leben: eine großzügige Flaniermeile bestimmt die kleine Provinzstadt und macht Lust zum abendlichen Ausgehen. Das historische Theater ist auf seine Art und Weise genial: wie ein Kartenhaus aus Fensterläden lässt es sich in der tropischen Hitze auf Durchzug einstellen und man kann sich ein Gastspiel von Caruso in solchen stolzen Provinzbühnen gut vorstellen.

Foto Anton Zelenov CC BY-SA 3.0

Trinidad

Eine Kleinstadt wie ein Museum: das koloniale Kuba ist hier für die Touristen herausgeputzt. Mit den  Touristenbussen fluten täglich die Besucher das Idyll, das etwas an eine Filmkulisse erinnert. Es kann sich lohnen, ein bis zwei Tage das nahe Cienfuegos  zu besuchen und nur einmal am frühen Morgen hier vorbeizuschauen.

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Vinales

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Die Berge und Höhlen der Region sind wirklich sehenswert. Der Ort und die Region wirken kleiner und überschaubarer, als man es sich zunächst vorstellt.

Auf dem Land ticken die Uhren anders.

Das Dorf Vinales ist  sehr auf Touristen eingestellt und  hat dennoch seinen persönlichen Charme. Die Preise sind fair, das Essen mit Liebe gekocht und jede casa particular wird von netten Betreibern unterhalten. Es lohnt sich, ein Fahrrad zu mieten, da die Ziele in der Umgebung so gut erreichen lassen. Ein beliebter Klassiker, der sich unbedingt lohnt:  ein Austritt zu Pferde mit einem Führer. Jeder  der alten Führer kennt seine eigenen Bauern, bei denen es Honig zu kosten und Früchte zu probieren gibt, kennt seine eigenen Pfade, verborgenen Flussbiegungen und  Höhlen.

Der Regen gehört zur Schönheit der Landschaft und zu seiner Fruchtbarkeit. Auch deshalb wächst hier der beste Tabak in ganz Kuba. Nichts ist schöner, als auf einer einfachen Hütte auf dem Berg die dunklen Wolken des Nachmittagsgewitter zu beobachten und den erfrischenden Regen zu erleben. Schnell und stürmisch wechselt das Wetterdrama.

Vinales ist wie eine Theaterbühne, auf der Kuba seine Naturschönheiten inszeniert. Bereits im 19. Jahrhundert war die Gegend dafür berühmt. Noch schöner ist nur die Sierra Madre weit im Osten der Insel mit ihrem Blumenreichtum und Kolibris.

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Pinar de Rio

Die Provinzstadt auf dem Weg in die berühmten Karstberglandschaft Vinales ist glanzlos. Kaum jemand bleibt länger als ein Tag auf dem Weg nach Vinales.

Straße in Pinar del Rio, jp

Camagüey

Die Menschen in Camagüey sind stolz auf ihre Kultur, Bildung und den feineren Akzent. Eine Stadt mit einer traditionsreichen Geschichte.

Arnoud Joris Maaswinkel, CC BY SA 4.0

Santiago de Cuba

In  vielen Reiseführern gilt Santiago de Cuba immer noch als eine der heissesten Adresse in der Karibik. Hier wird noch leidenschaftlicher gefeiert als in Havanna, ist die Musikszene berühmt. Doch auch der Touristennepp kann hier dreister sein.

Der Karneval im Juli ist berühmt und die nahegelegene Sierra Madre lädt zu Ausflügen ein.

In Santiago de Cuba ist es meist nochmals 2-3 Grad heißer als im Westteil der Insel, das kann im Juli/August unerträglich sein.

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