Vinales

jp

Die Berge und Höhlen der Region sind wirklich sehenswert. Der Ort und die Region wirken kleiner und überschaubarer, als man es sich zunächst vorstellt.

Auf dem Land ticken die Uhren anders.

Das Dorf Vinales ist  sehr auf Touristen eingestellt und  hat dennoch seinen persönlichen Charme. Die Preise sind fair, das Essen mit Liebe gekocht und jede casa particular wird von netten Betreibern unterhalten. Es lohnt sich, ein Fahrrad zu mieten, da die Ziele in der Umgebung so gut erreichen lassen. Ein beliebter Klassiker, der sich unbedingt lohnt:  ein Austritt zu Pferde mit einem Führer. Jeder  der alten Führer kennt seine eigenen Bauern, bei denen es Honig zu kosten und Früchte zu probieren gibt, kennt seine eigenen Pfade, verborgenen Flussbiegungen und  Höhlen.

Der Regen gehört zur Schönheit der Landschaft und zu seiner Fruchtbarkeit. Auch deshalb wächst hier der beste Tabak in ganz Kuba. Nichts ist schöner, als auf einer einfachen Hütte auf dem Berg die dunklen Wolken des Nachmittagsgewitter zu beobachten und den erfrischenden Regen zu erleben. Schnell und stürmisch wechselt das Wetterdrama.

Vinales ist wie eine Theaterbühne, auf der Kuba seine Naturschönheiten inszeniert. Bereits im 19. Jahrhundert war die Gegend dafür berühmt. Noch schöner ist nur die Sierra Madre weit im Osten der Insel mit ihrem Blumenreichtum und Kolibris.

pixabay

Pinar de Rio

Die Provinzstadt auf dem Weg in die berühmten Karstberglandschaft Vinales ist glanzlos. Kaum jemand bleibt länger als ein Tag auf dem Weg nach Vinales.

Straße in Pinar del Rio, jp

Camagüey

Die Menschen in Camagüey sind stolz auf ihre Kultur, Bildung und den feineren Akzent. Eine Stadt mit einer traditionsreichen Geschichte.

Arnoud Joris Maaswinkel, CC BY SA 4.0

Karneval

 

jp

Der Karneval findet im Juli statt und wird in Santiago de Chile traditionell am leidenschaftlichsten gefeiert.

Carneval in Santa Clara, jp

Musik

In den Bars von Havanna Vieja gibt es viel Live-Musik, wie zum Beispiel im legendären Bodeguita de Medio.

 

Auch die Straßenmusik am Malecon gehört zu den Klassikern

 

Sonntags gibt es manchmal  Tango im Freien auf dem Prado.

Wer zum ersten mal in Havanna ist, sollte Sonntags einmal zum Live-Konzert  im Barracon de Hamel gehen (Havanna Central),  ein alternatives Kulturhaus mit afrikanisch-karibischer Musiktradition.

 

La Fabricca

Der legendärste Club zum Tanzen, ob mit DJ oder Live-Musik. Ein großer Galeriebereich mit zeitgenössischer Kunst und kulturelles Beiprogramm unterstreicht den Qualitätsanspruch –  Studenten & Künstler pilgern jedes Wochenende zum Kult-Klub.

 

Centro Cultural Berthold Brecht

Nahe dem Platz der Revolution treten hier viele ambitionierte kubanische Bands auf, das Kulturzentrum genießt einen erstklassigen Ruf.

Calle 13 Esquina I, Vedado, Plaza de la Revolucion

Reisezeit

November  bis April ist die beste Reisezeit. Im Winter ist es relativ trocken und angenehm sommerlich warm mit 20-30 Grad. Juli und August ist es unterträglich heiß. Mai bis Oktober sind auch regenreicher. Spätsommer ist Hurricanzeit.

cars driving through flooded street in Havanna

Museen

Kunstmuseen siehe Kunst

Revolutionsmuseum

Im ehemaligen Präsidentenpalast lässt sich Che Guevara als Wachsfigur bestaunen. Adresse: Avenida Bélgica, nahe dem Prado und dem Malecon.

 

Museo de Arte Colonial

Im Kolonialmuseum nahe der alten  Kathedrale kann man die Geschichte Havannas in der Zeit der Zuckerbarone und Sklavenhalter nachspüren.

Museum der Orishas

Ein  kleines Museum nahe dem Kapitol beschäftigt sich mit dem Santeria-Kult, der von  afrikanischen Ursprüngen beinflusst und mit den Voodookulten verwandt ist (siehe auch Cadomblé in Brasilien). Die Meeregöttin und andere mächtige Geister, die gleichzietig mit katholischen Heiligen verbunden sind, findet sich in ähnlicher Form in der ganzen Karibik bis Brasilien und sind eine sehr lebendige, im Alltag sichtbare Kultur mit großem Einfluß auf die Musiktraditionen Kubas. Ganz in der Nähe gibt es auch einige Läden, die religiöse Artikel für den Santeriakult verkaufen und mindestens so spannend sind wie das kleine Museum (Straße Maximo Gomez).

jp

Geld & Karten

Es ist das beste, die Reisekasse in Bargeld mitzunehmen und die Devisen (Euro, Dollar etc.)  vor Ort zu tauschen.

Es gibt sehr wenige Geldautomaten, die meist nur mit lokalen kubanischen Karten funktionieren.  Auch dann, wenn ein VISA-Zeichen am Automat deutlich sichtbar ist, heisst das noch lange nicht, das es funktioniert.

In Kaufhäusern und großen Hotels kann man relativ problemlos mit VISA bezahlen.

Bei Einsatz von Kreditkarten im Ausland können unsere Heimatbanken manchmal  überraschend „aus Vorsicht“ die Karte sperren. Bezahlt man zum Beispiel am Ende einer Reise viele offenen Rechnungen mit der Kreditkarte, kann es böse Überraschungen geben. Die Bank regisitriert dann in kurzer Zeit viele Umsätze im Ausland und kann zur vorrübergehenden Sperrung greifen, die erst 24 Stunden später gelöst werden kann. In jedem Fall sollte man sich die Hotline-Nummern und e-mail-Adressen der Servicestellen der Kreditkarte und der eigenen Bank notieren, wenn möglich eine zweite Karte einer anderen Bank mitführen.

Reise-, Gepäckversicherung und Diebstahlsichernung sind teilweise in Servicepaketen der Kreditkarten enthalten, erkundigen Sie sich dazu bei ihrer Bank.

Wurde Bargeld oder Karten gestohlen, kann man versuchen, bei der Heimatbank  eine Notüberweisung anzufragen. Die eigene Bank in Deutschland benötigt im Notfall mitunter einen geeigneten Identitätsnachweis. Es kann helfen, die wichtigsten Reisedokumente, Reisepass, Ausweis, Flugticket digitalisiert und per dropbox oder e-mail hinterlegt zuhaben, um sie in Notfällen der Bank oder Botschaft schicken zu können.

Kubaner verwenden häufig eine sogenannte AIS-Nummer, auf die vom Ausland aus Geld auf eine kubanische Bank überwiesen werden kann. Große Hotels können bei Notfällen ebenfalls um Rat gefragt werden.

 

Geldwechseln
An den offiziellen Geldwechselstellen geht es überall korrekt zu, der Kurs ist in der Regel der gleiche. Am besten am frühen Morgen zur Bank gehen und sich in der Schlange einreihen.

 

Ein Land – zwei Währungen

Neben der traditionellen Landeswährung (Peso National) gibt es eine Dollar-Ersatzwährung (CUC), die 1:1 mit Dollar getauscht werden kann. Touristen sollen in der Regel überall mit CUC bezahlen –  In den Banken und Wechselbuden bekommen Touristen auch nur CUC für ihre Devisen.  Im Alltag kann man jedoch auf der Straße viele  kleine Einkäufe in Peso National tätigen.

Die ersten Peso National erhält man als Kleingeld für Einkäufe in CUC.

Dabei gilt ein Kurs von ca. 23 bis 24  Peso auf einen CUC.

Nur mit CUC wird das Leben recht teuer und man kann nich das Leben der gewöhnlichen Kubaner teilen. Deshalb sollte man sich an auch Peso Nacional gewöhnen.

Es gibt Läden und Restaurants in CUC und in Peso National.

Man kann in Läden mit Peso National meist auch mit CUC bezahlen (aber nur mit Münze oder kleine Scheinen zu 3 bis 5 CUC) und bekommt dann Peso National als Wechselgeld.

In manchen Läden werden die Lebensmittel für Kubaner auf staatlichen Bezugschein ausgegeben – hier können die Touristen nicht einklaufen.

 

Touristenpreise

Touristen bezahlen entsprechend ihrer Unwissenheit. Viele kleine Händler auf der Straße, Fahrradrischkas und Restaurants testen ihre Möglichkeiten. Die Rechnung stimmt häufig nicht. Der Kellner murmelt dann etwas von Steueraufschlag,  die Informationen dazu müssten jedoch  im Menu  ausgewiesen sein, was häufig nicht der Fall ist.  Oft genügt es, nach dem Menu und später einer Quittung zu fragen und sich die Posten einzeln auflisten zu lassen.

Kaufhäuser: Die Importware ist meist 30 % teurer als bei uns (auch für Kubaner) – und importiert wird praktisch alles. Kauft man ein Gerät mit Garantie, sollte die Nummer auf dem Schein mit der tatsächlichen Gerätenummer übereinstimmen. Häufig sitzt man sonst auf mangelhafter Retourware.

An lange Schlangen  muß man sich gewöhnen, die Angestellten müssen beim Kauf oft erst  handschriftlich die Nummern der Geldscheine in ihre Kassenbücher schreiben.

La Epoca in Havanna gilt bei Kubanern als Einkaufshimmel, ein Besuch dort ist jedoch meist sehr ernüchternd.

Sozialistisches Ladengeschäft in Calle Neptun, Havanna

 

Ein Abend mit Freunden – Wer zahlt?

Ist man mit kubanischen Freunden unterwegs, ist es häufig üblich,  als Ausländer mit Devisen für die kubanischen Freunde die Runde zu bezahlen. Es dauert daher eine gewisse Zeit, gute kubanische Freunde zu finden, da es von beiden Seiten ein gewisses Fingerspitzengefühl benötigt, was gerade  richtig ist. Selbstverständlich findet man bei den Freunden Zuhause eine große, offene Gastfreundschaft, wird zum Essen im Haus eingeladen, bekommt praktische Hilfen im Alltag und wird eigentlich nicht wegen Geld oder Hilfen bedrängt – wobei Bitten um kleine Hilfen durchaus üblich sind. Bei jeder Reise ist dann der Koffer voll mit vielen kleinen Geschenken.

 

 

 

Transport

Für dien erste Fahrt vom Flughafen ins Zentrum von  Havanna nimmt man meist ein Taxi zum Preis von 25 CUC. Die Fahrt dauert ca. 30 Minute.

Busverbindungen

Touristen dürfen nicht die gewöhnlichen Langstreckenbusse nehmen, sie müssen  Touristenbusse des Staatsunternehmens Viazul buchen, meist moderne Yutong-Busse aus China. Der Busbahnhof Viazul  ist ein gutes Stück außerhalb des Zentrums von Havanna, allein schon die Taxifahrt dorthin ist kostspielig. Außerhalb Havannas wird dann vieles einfacher. Jede Familie einer „casa particular“ kennt ein „taxi collectivo“ in die nächste Provinzstadt und man kann sich von Viazul unabhängig machen.

Etwas offizieller wirken die gelben Taxis, häufig russische Lada, die auf  Fiat zurückgehen. Für die  Zusammenarbeit der Sowjetunion mit Fiat in den 60ern  lieferten die Russen unter anderem  rostanfälligen Stahl, der ein Markenzeichen des Lada und des Fiat wurden. Dennoch  ist der Lada unter den Taxifahrern bis heute sehr beliebt, vermutlich, da man für das Standardmodell immer ausreichend Ersatzteile  findet. Im Gegensatz zum taxi collectivo können  „offiziellen taxis“ vergleichsweise teuer sein, selten unter 5 Euro für eine Kurzstrecke. Für Polizei und Verwaltung wurde in den vergangenen Jahren Fahrzeuge der  chinesische Marke „Geely“ eingekauft, die auch als moderne Taxis zu sehen sind.

jp

Transport in Havanna

Cocotaxi

Cocotaxi nennt man die meist gelben, muschelförmigen Motor-Rischkas, die gerne zahlungskräftige Touristen befördern. Der Name leitet sich von coconut ab. Man kann den Preis oft nicht herunterhandeln, da die Cocotaxi ohnehin auf Touristen spezialisiert sind.

Bici-Taxi

Kubaner greifen manchmal für kurze Strecken auf das bicitaxi zurück, die Fahrradrikscha – einfache, selbst zusammengeschweißte Fahrgestelle, die ihren festen Platz im Transportsystem haben. Die Fahrer bilden so etwas wie ihre eigene Zunft – mit eigenen Reparaturwerkstätten und Parkhöfen. Für Kurzstrecken knöpfen sie Touristen gerne 5 CUC ab, Kubaner fahren die selbe Strecke für ein bis zwei CUC – alles Verhandlungssache.

Taxi

Professionelle Taxis (meist russische oder chinesische Wagen mit Taxizeichen auf dem Dach) sind in der Regel nur für Touristen gedacht und teuer. Eine Fahrt kostet schnell mal 5 bis 10 CUC

street scene in Havana, Cuba

TIPP: Taxi collectivo

Das Taxi der Einheimischen: Auf bestimmten Linien (z.B. Calle Neptuno) fahren Oldtimer ohne Taxischild als Sammeltaxi, jeder kann das Taxi heranwinken und zusteigen.  Der Preis liegt meist bei 20 bis 25 Peso Nacional. Als Tourist sollte man mit ein 1 bis 2 CUC rechnen.

people in oldtimer,Havana, Cuba

Straßenbahn oder  U-Bahn gibt es nicht (eine Straßenbahn soll es mal in Havanna der 20ern gegeben haben, wie man auf alten Fotoalben entdecken kann). Der Busverkehr ist schwach entwickelt, hat sich in den vergangenen Jahren jedoch deutlich gebessert. Dennoch ist der Ruf der öffentlichen Busse, auch Guagua genannt, nicht besonders gut. Fahrpläne sucht man vergebens. Am besten fragt man Wartende an einer Haltestelle. In Havanna habe ich überraschend viele Busse der alten, japanischen Marke Hino im Einsatz gesehen.

 

Zugfahrten

Bahnfahrten sind eine echte Herausforderung – lange Wartezeiten, überfüllt, verspätet und schnell ist das Gepäck verschwunden. Für die meisten Besucher nicht die erste Wahl -aber ein echtes Abenteuer.

 

Post & Pakete

Die Post ist langsam und teils bürokratisch (aktuelle Zollbestimmungen beachten).

Private Carepakete nach Kuba für Freunde ist ein wichtiges Thema – für die Kubaner oft eine große Hilfe –  deshalb hier ein paar Worte dazu. Wer Pakete nach Kuba schickt, muß wissen, dass Pakete über 1,5 kg hohe Gebühren in CUC für die Empfänger verursachen. Unter 1,5 kg ist nur eine kleine Gebühr in Peso National beim empfänger fällig. Also immer unter dem Limit 1,5 kg bleiben! Die günstigste Einheit sind sendungen bis zu einem Kilo.

Man sollte sich bei der deutschen Post nicht verwirren lassen, Päckchen lassen sich meist als Brief (!) verschicken. Wie das? Alles, was unter 1kg liegt und nicht mehr als 90cm erreicht, wenn Länge, Breite, höhe addiert werden, kann als Brief mit Luftpost für 7 Euro verschickt werden. Was schwerer oder größer ist, muß den langen Seeweg gehen und ist meist deutlich teurer.

Ist es sicher, Briefe und Pakete in Kuba zu verschicken?  Es gibt viele Berichte von verschollenen oder durchwühlten Paketen. In den letzten Jahren scheint es sich gebessert zu haben. Versand von wertvollen Inhalten kann  immer noch kritisch sein. Auch sind die  Einfuhr- und Zollbedingungen bei Neuware nach wie vor kompliziert. Bei neuen Elektrogeräten müssen die Empfänger oft hohe Zölle in CUC bezahlen.

Eines der Gründe, warum Post leicht „verloren“ gehen kann: viele Wohnungen in Kuba haben keine Klingel oder Briefkasten. Unzustellbare Ware geht nicht zurück an den Absender. Haben sich Adresswege jedoch als sicher erwiesen, dann kommt die Post auch meistens in Zukunft zuverlässig an. Nach 2-3 Wochen hat die Luftpost meist ihr Ziel erreicht, es kann bei Seeweg auch 2 bis 3 Monate dauern. Bei den  Zollaufklebern der Post genügen meist einfache, allgemeine Angaben  (zum Beispiel Geschenk, gebrauchter Gegenstand mit einer geringen Wertangabe).

Sicherheit

Kuba ist (vergleichsweise) eines der sichersten Länder in Amerika. Kein Mopedfahrer reißt einem die Tasche im vorbeifahren weg, es gibt so gut wie keine Raubüberfälle. Doch Kleindiebstahl und Gelegenheitsdiebstahl sind relativ häufig. Bei einem Gang durch die Straße wird man plötzlich von zwei „Freunden“ begleitet, während der eine rechts ein Musiklokal anpreist, zieht der andere links dem Opfer das Mobiltelefon aus der Tasche.  Jede kleine Unachtsamkeit wird bestraft, Kameras und Mobiltelefone, die man für einen Augenblick offen liegen läßt.

Mit etwas Vorsicht aber bleibt Kuba eines der sichersten Länder – man kann praktisch immer und überall auf die Straße, meist auch nachts. Grenzen liegen hier eher im miserablen öffentlichen Nahverkehrssystem.

 

Touristenfallen

Wie überall auf der Welt gehen die Nepper, Schlepper, Bauernfänger in den eng begrenzten „hot spots“ der Touristen auf Jagd. Außerhalb davon ist das Leben weitgehend normal. Beliebter Trick in Havanna: zwei kubanische „Freunde“ laden dich auf einen mojito ein, die Runde kostet dann über 30 Euro (Aufschlag für die Live-Musik). Der Preis ist der selbe, wenn man auf eine alkoholfreie Limonade ausweicht.

jp