Internet & Telefon

Telefon

unsere Telefonkarten funktionieren über Roaming meist auch in Kuba. Eine SMS kostet ca. 39 cent, Anrufe sind deutlich teurer. Eine kubanische Telefonkarte gibt es ab ca. 40 Euro, doch die größte Hürde ist dabei die sehr lange Warteschlange vor den Läden der staatlichen Telefongesellschaft.

Internet

Es gibt nur wenige, langsame und teure Internetverbindungen.  Selbst die großen Hotels haben immer wieder Schwierigkeiten, ihren Kunden Internet zu bieten.

Seit 2015 gibt es auf öffentlichen Plätzen vermehrt WLAN-Hotspots, zum Beispiel dem Parque Fe de Valle am Ende des Boulevards de San Raphael. Man erkennt diese Spots recht einfach an den vielen Kubanern, die dort über ihre smartphones gebeugt sind. Eine Stunde WLAN kostet 5 CUC, die Karten mit den WLAN-Passwörtern gibt es in Läden in der Nähe der betreffenden Plätze,  gut erkennbar an den Schildern, die den Service deutlich ausweisen. Die Karten des staatlichen Providers kann man dann überall in Kuba für WLAN-Hotspots nutzen. Diese WLAN-Netze sind überraschend stabil und schnell, verglichen mit den oft katastrophalen Internetzugängen in Hotels. Weiterer Vorteil der neuen Hoptspots: man kommt meist schneller an die eigene elektronische Post, da man das eigene Laptop oder Mobiltelefon nutzen kann.

In Hotels und anderen Einrichtungen gibt es häufig Terminals mit katastrophal veralteter Software, mit der sich die eigenen e-mail-Postfächer nicht oder nur umständlich öffnen lassen.

girl using public phone in Havana , Cuba

Strom und Ladegeräte

Adapter gibt es bei den kleinen Straßenhändlern in der Calle Neptuno in Havanna für einen CUC. Die Adapter für das amerikanische System sind klein und handlich, keine klobigen Adapter wie in Asien.

Santiago de Cuba

In  vielen Reiseführern gilt Santiago de Cuba immer noch als eine der heissesten Adresse in der Karibik. Hier wird noch leidenschaftlicher gefeiert als in Havanna, ist die Musikszene berühmt. Doch auch der Touristennepp kann hier dreister sein.

Der Karneval im Juli ist berühmt und die nahegelegene Sierra Madre lädt zu Ausflügen ein.

In Santiago de Cuba ist es meist nochmals 2-3 Grad heißer als im Westteil der Insel, das kann im Juli/August unerträglich sein.

wiki, gemeinfrei

Tipps für Fotografen

pixabay

Der beste Einstieg für Fotografen in Havanna

Havanna Vieja eignet sich gut für die ersten Stadtwanderungen. Schon einige Schritte abseits der Touristenstraßen ist man schnell im ganz normalen kubanischen Leben. In den engen Gassen sind viele Bicitaxi unterwegs, die Dreiradtaxis.

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Im großen Viertel  Havanna Centro hinter dem Capitol, gebaut Anfang des 20 Jahrhunderts, spielen die Kinder Fußball auf der Strasse, dringt laute Musik aus den Häusern, kubanischer Alltag.

red oldtimer, american car in Havana, Cuba

Nahe dem Theater beginnt  die Einkaufsmeile der Kubaner: Calle Neptuno und Boulevard de San Raphael.

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Am Nachmittag ist der Prado mit seinen schattigen Bäumen ein lohnenswertes Ziel. Er führt zum Malecon, der zu Sonnenuntergang oft in ein magisches Licht getaucht ist.

magic light while sunset time at malecon in Havana

Die Promenade am Meer, der Malecon, führt im großen Bogen Meerespromenade  zum wohlhabenderen Viertel Vedado mit seinen prächtigen Villen, Botschaften, großen Hotels, Kinos, Diskotheken, Showbühnen.  Am Wochenende sind hier die Nachtschwärmer unterwegs, an der Rampa 23, der langen Amüsiermeile mit Kinos, Diskotheken, Nachtlokalen und Restaurants.

Fotografen, die Straßenleben mit alten amerikanischen Autos einfangen wollen,  können neben dem Malecon  in Havanna Centro viele Motive finden, in der Calle Neptuno und Parque el Curida suchen sich Kubaner alte Schlitten als taxi collectivo, mehr dazu im Kapitel über Vintage Cars.

Tipp:

Das  Licht am Malecon ist zum Sonnenuntergang oft  spektakulär mit seinen intensiven Violetttönen.

In der heißen Phase des Tages, wenn die Sonne am höchsten steht, bieten die engen Gassen von Alt-Havanna angenehmen Schatten. Am späten Nachmittag und Abend sind  Havanna Centro, Vedado  und Malecon gute Ziele.

 

 

Kameraausrüstung

Kubaner sind nicht immer begeistert, wenn man eine große, schwere Spiegelreflex zückt. In den Straßen von Havanna erntet man damit häufiger abweisende Blicke.

Oft gehe ich nur mit einer kleinen Kamera aus dem Haus.

Man sollte viel Zeit mitbringen und viel allein durch die Straßen gehen.

 

Kameraversicherung

ist in jedem Fall zu empfehlen. In der Praxis (bei Diebstahl und Verlust) ist es dann aber nicht immer einfach, die obligatorische polizeiliche Meldung machen zu können und bescheinigen zu lassen. Manchmal lohnt es sich, die Versicherungspakete der Kreditkarten zu prüfen, die teilweise Gepäckversicherungen, Reiseversicherungen und Mobiltelefonversicherung mit einschließen und  dazu teils Geräteregistrierung vor Reisebeginn benötigen.

 

Fotografieren auf Fahrradtouren in der Stadt

Es ist nicht einfach ein Fahrrad zu mieten. Die alten, klapprigen Räder, die man zur Miete findet, sind oft in einem erbarmungswürdigen Zustand. Dennoch – man ist frei auf dem Rad,  kommt weit in der Stadt herum und wirkt weniger touristisch als auf einem nagelneuen Touristen-Mounain-Bike. Am besten beim Besitzer der casa particular fragen, wer ein Fahrrad privat vermieten würde. Die rostigen Drahtesel sind jedoch nicht ungefährlich: die Bremsen funktionieren meist nicht, und fast täglich muß man es an einer der vielen Straßenwerkstätten flicken lassen. Mitten auf der Straße öffnen sich tiefe Löcher. Der Tagesmietpreis ist meist nicht viel kleiner als bei einem neuen Fahrrad und die Kubaner machen sich immer große Sorgen über Diebstahl ihres kostbaren Schatzes. Anfang der 90er Jahre, in der großen Transportkrise, spielten Fahrräder eine große Rolle.

Fahrradkauf: in großen Kaufhäusern gibt es ab 140 Euro Fahrräder, die Auswahl jedoch ist jedoch  klein, meist gibt es nur wenige, einfache Standardmodelle.

Tipp: ein Fahrradschloß aus Europa mitbringen. Eignet sich auch als Gastgeschenk und es wird viel leichter, ein privates Leihfahrrad zu finden.

Kameraversicherung

Kameraverswicherung ist in jedem Fall zu empfehlen. In der Praxis (bei Diebstahl und Verlust) ist es dann aber nicht immer einfach, die obligatorische polizeiliche Meldung machen zu können und bescheinigen zu lassen. Manchmal lohnt es sich, die Versicherungspakete der Kreditkarten zu prüfen, die teilweise Gepäckversicherungen, Reiseversicherungen und Mobiltelefonversicherung mit einschließen und  dazu teils Geräteregistrierung vor Reisebeginn benötigen.

Gesundheit

Medizinische Versorgung

Die Ärzte und medizinischen Einrichtungen in Kuba haben einen guten Ruf. Es ist der Stolz eines armen Landes, oft wird mit einfacher Ausstattung das Beste versucht.

Sicher tun wir als Reisende gut daran, diese Einrichtungen und alle Menschen, die darin arbeiten, mit großem Respekt zu behandeln (die Gehälter sind sehr niedrig).

Die Kubaner beklagen sich manchmal, das es auch hier Korruption gibt ( man wird für kleine Geschenke schneller und bevorzugt behandelt).

 

Krankenversicherung

Vorsicht: Billigflugportale und andere Reiseanbieter werben häufig mit Zusatzversicherungen, die unnötig sind. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welcher Reiseschutz bereits enthalten ist und was gegebenenfalls wirklich als Zusatzversicherung notwendig und sinnvoll ist.

Bitten Sie ihre Krankenkasse um eine Versicherungsbestätigung in spanischer Sprache. Die Bescheinigung ist angeblich Pflicht bei Einreise in Kuba, auch wenn es selten bei der Einreise vorgelegt werden muß.

Man soll Behandlungen erst nach Abschluß bezahlen und nur dem behandelten Arzt, nicht den Hilfspersonal. Arztrechnungen werden gegebenfalls von unseren Krankenkassen erstattet, wenn die entsprechende Reisekrankenversicherung enthalten ist bzw. zusätzlich abgeschlossen wurde.

 

Reiseapotheke

Kein Aspirin! In den tropischen Ländern kann Aspirin gefährlich werden. In einer Dekade erkranken weltweit fast eine halbe Milliarde Menschen an Dengue-Fieber, das neben grippeähnlichen Symptomen u.a.  innere Blutungen begünstigt (typisches Symptom ist u.a. Nasenbluten). Aspirin kann diese Neigung zu inneren Blutungen lebensgefährlich verstärken !

 

Mückenspray ist sehr zu empfehlen, da derzeit Dengue-Fieber sehr verbreitet ist.

 

Häufige Erkrankungen

 

Durchfall

Bei Reisen in Kuba ist etwas Durchfall fast unvermeitlich. Viele Kubaner haben Magen- und Verdauungsprobleme. Das Land hat Probleme mit der Wasserqualität und Qualität der Lebensmittel.

Andererseits engagiert sich das Land soweit als möglich in allen Bereichen der Gesundheitsvorsorge, medizinischen Versorge, Hygiene etc. Dadurch ergibt sich manchmal ein seltsames Bild: ständig ziehen staatliche Kontrolleure durch die Viertel, die noch  in jedem Wasserglas des Santeria-Kultus nach Mückenlarven schauen, andererseits gammelt der Abfall offen in der Straße, da die Müllabfuhr traditionell schlecht funktioniert  – Brutplätze für die Tigermücke und Dengue-Fieber.

Gelegentlich gibt es auf Kuba einzelne Ausbrüche von Cholera, eine mögliche Ursache können Schäden in den  alten Abwasser- und Trinkwasserleitungen sein.

 

Dengue

Denguefieber hat zunächst  ähnliche Symptome wie Grippe (Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber), kann jedoch auch einen schweren Verlauf nehmen, insbesondere bei einer Zweitinfektion. Es gibt vier Vierenstämme von Dengue.  Die Tigermücke, die Dengue überträgt, verhält sich ganz anders als Moskitos, die Maleria übertragen. Moskitos sind meist in der Dämmerung aktiv, die Tigermücke  kann immer auftreten. Moskitos bevorzugen sauberes Wasser als Brutstätte, der Tigermücke genügen Abfälle – entsprechend breitet sich die Tigermücke stärker aus. Lange Kleidung beugt vor, Kubaner schwören auf Ventilatoren in der Nacht (weniger Schweiß zieht weniger Mücken an).

 

Hitze

Die Backofenhitze im Juli und August kann eine enorme Belastung für den Kreislauf sein.

 

Alkoholvergiftung

Bevor Bacardi kam, war Rum der Alkohol (oder Fusel) der armen Leute. Entsprechend einfach kann man sich mit Rum die Kante geben und mit höllischen Kopfschmerzen am nächsten Tag erwachen. Viele Kubaner bevorzugen Bier (Cristal oder Bucanero) und Wein.

Wer Rum als Gastgeschenk  mitbringt, wird jedoch oft mit Überraschung feststellen, wie schnell die Flasche leer ist.

 

Versicherungen und Notfälle

Bei Einsatz von Kreditkarten im Ausland können unsere Heimatbanken manchmal  überraschend „aus Vorsicht“ die Karte sperren. Bezahlt man zum Beispiel am Ende einer Reise viele offenen Rechnungen mit der Kreditkarte, kann es böse Überraschungen geben. Die Bank regisitriert dann in kurzer Zeit viele Umsätze im Ausland und kann zur vorrübergehenden Sperrung greifen, die erst 24 Stunden später gelöst werden kann. In jedem Fall sollte man sich die Hotline-Nummern und e-mail-Adressen der Servicestellen der Kreditkarte und der eigenen Bank notieren, wenn möglich eine zweite Karte einer anderen Bank mitführen.

Reise-, Gepäckversicherung und Diebstahlsichernung sind teilweise in Servicepaketen der Kreditkarten enthalten, erkundigen Sie sich dazu bei ihrer Bank.

 

Wurde Bargeld oder Karten gestohlen, kann man versuchen, bei der Heimatbank  eine Notüberweisung anzufragen. Die eigene Bank in Deutschland benötigt im Notfall mitunter einen geeigneten Identitätsnachweis. Es kann helfen, die wichtigsten Reisedokumente, Reisepass, Ausweis, Flugticket digitalisiert und per dropbox oder e-mail hinterlegt zuhaben, um sie in Notfällen der Bank oder Botschaft schicken zu können.

Kubaner verwenden häufig eine sogenannte AIS-Nummer, auf die vom Ausland aus Geld auf eine kubanische Bank überwiesen werden kann. Große Hotels können bei Notfällen ebenfalls um Rat gefragt werden.

Kleider waschen

Es gibt  keine Wäschereien  oder Waschsalons. Besitzen die Vermieter der Casa eine Waschmaschine, lässt sich meist eine Lösung aushandeln und für ein Trinkgeld oder ein Paket  Waschmittel kann man eine Maschine füllen. Viele Kubareisende waschen auch von Hand selbst, denn manchmal findet man nur private, teure Angebote.